Äpfel keltern und Wolle filzen

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Von der Dorf-Erbacher Schäferei Dingeldey wurde die Technik des Wollefilzens vorgeführt. Große und kleine Besucher konnten sich in der alten Methode üben, aus den Fasern der Schafwolle einen Ball oder ein Stück Filz selbst herzustellen. Die jahrtausende alte Technik gehörte in früherer Zeit zum alltäglichen Wissen, ist jedoch in den letzten fünfzig Jahren fast in Vergessenheit geraten.

Die Kindergruppe des BUND-Ortsverbandes führte  im Oktober in Zusammenarbeit mit dem Marktverein auf dem Montmelianer Platz ein Schaukeltern von Apfelsaft durch. Die gesammelten Tafeläpfel aus Höchster Streuobstwiesen wurden per Hand in einer Apfelmühle  zerkleinert und anschließend mit einer Handkelter entsaftet. Während des Wochenmarktes wurde der frisch gekelterte Apfelsaft zum Probieren angeboten - ein Genuss, den sich viele Marktbesucher nicht entgehen ließen. Mit dieser Aktion wollten die jungen Umweltschützer einen Beitrag zum Erhalt der ökologisch wertvollen Streuobstwiesen leisten, die in der Gemeinde noch vorhanden sind. Die am Galgenberg oder am Schockmannsgraben bestehenden Wiesen mit den alten Apfelbäumen sind für viele selten gewordene Tier- und Pflanzenarten ein letztes Refugium. Besonders reich ist die Volgelwelt, die von den vielfältigen Nistmöglichkeiten und dem guten Futterangebot profitiert.

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